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Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? Bei der Debatte um die Lernmittel ? Hartz IV ? Empfänger müssen den Eigenanteil selbst tragen ? wurde schnell deutlich, dass etliche Kinder ihren Eigenanteil an Büchern nicht gezahlt hatten und deshalb keine Schulbücher ausgehändigt bekamen. Diese Situation macht deutlich, dass es in in unserer Stadt Handlungsbedarf gibt.?
Immer mehr Kinder seien von Armut betroffen, fehlende Schulbücher seien nur ein Indiz dafür. Auch in Bonn werden Kinder ausgegrenzt, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Sie müssten zuschauen, wie andere Kinder das Kino besuchten, an Klassenfahrten teilnähmen oder gar Urlaub machten.
Paß-Weingartz:? Auch wenn der Rat auf unseren Antrag hin beschlossen hat, dass für dieses Jahr der Eigenanteil für die Schulbücher durch die Stadt übernommen wird, so ist dies doch keine tragfähige Lösung für die Zukunft. Es müssen Überlegungen angestellt werden, Lösungen gefunden werden, wie den betroffenen Kindern die Türe zu Teilhabe an der Gesellschaft aufgehalten wird.?
Kinderarmut sei eine Frage der Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit. In keinem anderen Industrieland ? und Bonn sei keine Ausnahme ? entscheide die soziale Herkunft so stark über den Schulerfolg wie in Deutschland.
Paß-Weingartz:? Wir haben in Bonn eine besondere Verantwortung, denn erstens gehören wir zu einer der wenigen Städte, die noch steigende Kinderzahlen zu verbuchen haben, andererseits sollten wir als internationale Stadt Kinderfreundlichkeit als Selbstverständnis ansehen. Dazu gehört vor allem das Ziel der Chancengleichheit für alle Bonner Kinder.?
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