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? Anlass für Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, gemeinsam mit dem Verein Bonn-La Paz e.V. die Bonnerinnen und Bonner zu Spenden für die Stadt in Südamerika aufzurufen: ?Die Einwohner von La Paz brauchen Hilfe und unsere Solidarität. Nach Schilderung der Stadtverwaltung La Paz ist die Lage dramatisch, Straßen sind zerstört, Hänge abgerutscht, tausende Familien haben kein Obdach mehr? Das Spendenkonto des La-Paz-Vereins: Kontonummer 138 094 70 bei der Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 370 501 98. Der Partnerschaftsverein trägt dafür Sorge, dass die Spenden zielgerichtet in La Paz eingesetzt werden, dort wo die Not am größten ist.
Der bolivianische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Walter Prudencio Magne Veliz, hatte sich nicht nur in einem offenen Brief an die deutsche Bevölkerung gewandt, sondern auch Oberbürgermeisterin Dieckmann direkt angeschrieben. In Bolivien herrsche inzwischen nationaler Notstand, acht der neun Departements und damit 80 Prozent des Territoriums von Bolivien seien betroffen. Juan del Granado, Oberbürgermeister von La Paz, hatte erst 2004 anlässlich der regionalen Vorkonferenz zur internationalen Frühwarnkonferenz 2006 in Bonn eindringlich die prekäre Situation in einigen Teilen seiner Stadt geschildert: Steile Hänge, die von zahllosen Slums besiedelt sind, drohen bei starkem Regen abzurutschen, die Überschwemmungen betreffen immer wieder die Ärmsten der Armen.
Bonn ist mit La Paz seit 1996 durch eine Projektpartnerschaft verbunden. Was mit kulturellen Kontakten begann, hat sich inzwischen zu einem intensiven Austausch entwickelt, an dem vor allem junge Leute teilnehmen. So bauten Bonner Jugendliche ein neues Haus für Straßenkinder der Stadt. Zwischen dem Bertolt-Brecht-Gymnasium und der Schule Unidad Educativa Caracas in La Paz besteht eine Partnerschaft.