Planungssicherheit für Lärmterror und Klimaschädigung

Hinweis: Dieser Beitrag wurde aus dem Archiv unserer alten Website übernommen und technisch für diese neue Website bereinigt. Bilder, Downloads, Einbettungen, Formatierungen oder einzelne Links können daher fehlen oder vom Original abweichen. Auch die Kategoriezuordnung wurde auf die neue Website-Struktur übertragen und teilweise automatisiert ergänzt; dabei können Fehler entstanden sein. Inhalt und ursprüngliches Veröffentlichungsdatum wurden soweit nachvollziehbar übernommen. Der Beitrag gibt den Stand zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum wieder.

Auf Gesuch des Flughafens hat der Landesverkehrsminister Oliver Wittke in der vergangenen Woche die Nachtflugregelung für den Flugverkehr Köln-Bonn bis 2030 verlängert, eine Regelung, die aus Sicht der Bonner Stadtratsfraktion der GRÜNEN die schlechten bestehenden Umweltstandards fortschreibt. Dazu erklären Dr. Detmar Jobst, Mitglied im Umwelt-Ausschuss und Werner Rambow, Beueler Bezirksverordneter und Mitglied im Lärmschutzbeirat Hangelar:

?In unseren Augen bedeutet dies einen staatlichen Kotau vor einem Wirtschaftsunternehmen. Die gezeigte Willfährigkeit kommt einem Anschlag auf die Gesundheit der Menschen in unserer Region gleich.So ungewöhnlich der Vorgang einer verfrühten Genehmigung ist, so ungeheuerlich sind die Auswirkungen: Auf Kosten der Gesundheit der Menschen (vgl. Zusammenhang Lärmwirkung ? erhöhter Medikamentenverbrauch unter 800.000 Anrainern des Köln/Bonn-Flughafens, Gutachten Prof. Greiner), für die man angibt, Arbeit zu schaffen, entsteht Planungssicherheit für ein Luftverschmutzungsunternehmen größten Ausmaßes. Es wird ?Sicherheit? gegeben für die umweltpolitisch schlechteste Transportform von Waren und Menschen. Ignoranz? Rücksichtslosigkeit? Profitgier?Wie sollen sich die Menschen über Arbeit freuen, wenn sie in der Regel nächtens arbeiten müssen, tagsüber ohne Tabletten nicht zur Ruhe kommen und ahnen, dass sie durch ihre Arbeit schwere Klimaschäden mitverursachen, ohne es vermeiden zu können? Gilt die ?Planungssicherheit? auch für die Hilfsarbeiter und angestellten Frauen und Männer, wenn der Wanderzirkus der Luftfrachtunternehmen dereinst entscheidet, dass der Flughafen Köln/Bonn zwar willig und billig, aber nunmehr völlig falsch platziert sei??

Die GRÜNEN begrüßen daher die Ankündigung einiger Bürgermeister der Kommunen, die unter dem Fluglärm leiden, ohne wirtschaftlich entschädigt zu werden, rechtliche Mittel gegen den Entscheid des Verkehrsministers einzulegen.

Die Kommunen zahlen die Zeche …
Das ?Rettungspaket? der WestLB…