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Der Kampf der Frauen für echte Gleichberechtigung begann 1865 mit der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“. Er hatte sich zum Ziel gesetzt die Bildungschancen und die Berufstätigkeit von Frauen zu fördern. Am 19. März 1911 wird der 1. Internationale Frauentag gefeiert. Die Sozialistin Clara Zetkin initiierte diesen Tag unter dem Motto: „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“ 100 Jahre Internationaler Frauentag ist auch der Anlass für eine Veranstaltung zum Thema „Der Kampf um die Frauenrechte im Norden wie im Süden“, die am 16. Juli im Frauenmuseum stattfindet. Hier soll die Vielfalt des weltweiten Engagement von Frauen und der Beitrag der Frauenkonvention CEDAW (Convention on the Eliminiation of all Forms of Discrimination against Women) diskutiert werden.Angelica Maria Kappel: „Die Frauenbewegung hat seit ihren Anfängen unglaublich viel erreicht. Die Einführung von Frauenquoten bei den GRÜNEN war beispielsweise so ein Meilenstein, der erfolgreich vormacht, wie Gleichstellung gelingen kann. Aber es gibt immer noch viel zu tun: Noch immer erhalten Frauen weniger Gehalt als Männer (in Deutschland beträgt die Lohndifferenz immer noch 23%), Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor Mangelware. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft haben bis jetzt wenig bewirkt. Wir wollen eine Frauenquote von 50% für Führungspositionen, Aufsichtsräte und Vorstände, denn Vielfalt in Entscheidungsgremien zahlt sich aus – in der Wirtschaft ebenso wie in der Gesellschaft. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Frauen in der Politik besser beteiligt werden vom Kommunalparlament bis hin zum Deutschen Bundestag. Frauen haben weltweit weniger Rechte als Männer. Deshalb kämpfen wir weiter gegen Diskriminierung für eine gleichberechtigte Gesellschaft.“