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Die Bonner Jamaika-Koalition hat eine Initiative zu Vermeidung von Einwegbechern auf den Weg gebracht. Dazu hat sie einen entsprechenden Antrag in den Wirtschafts- und Umweltausschuss eingebracht. Ziel ist die massive Verringerung von Einwegbechern in Bonn. „Die Entsorgung der auf Plätzen und Grünflächen weggeworfenen Becher verursacht für die Stadt Bonn – und damit für ihre Bürger – unnötige Kosten“ erklärte Stefan Freitag, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen. Mit dem Wegwerfen setze oft Verwahrlosung ein, denn wenn die Umgebung schon vermüllt sei, sinke die Bereitschaft von Passanten, ihren Müll ordentlich zu entsorgen. Auch Vandalismus werde wahrscheinlicher. Christian Gold (CDU) ergänzt: „Allein in Bonn fallen täglich etwa 40.000 Coffee to go Becher an. Diese Anzahl zu reduzieren oder die Becher nachhaltiger zu gestalten, hilft der Umwelt. Je mehr Menschen mitmachen, angefangen vom Endverbraucher bis hin zur Kaffee ausschenkenden Bäckerei, desto besser für die Sauberkeit in unserer Stadt“. Professor Wilfried Löbach (FDP) „Das System beruht auf Freiwilligkeit und Einsicht. Ziel ist die Verringerung der unsäglich hohen Anzahl an to-go-Bechern im Müll.“ Ein Logo am Eingang der teilnehmenden Betriebe (z.B. Cafés, Bäckereien) soll zukünftig Auskunft darüber geben, ob der mitgebrachte, eigene Mehrwegbecher aufgefüllt werden kann. Ein zweites Logo ermöglicht dem Verbraucher, seine Trinkflasche kostenlos mit Wasser aufzufüllen. Ein drittes Logo kombiniert beide Varianten. Sollten die Gastronomen die Mehrwegbecher ihrer Kunden nicht akzeptieren, wird eine Teilnahme beim noch zu installierenden Pfandbechersystem empfohlen. Um das neue System in der Stadtgesellschaft bekannt zu machen, soll die Öffentlichkeit über eine Kampagne sensibilisiert und auf das Konzept aufmerksam gemacht werden. Hier geht's direkt zum Antrag.