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Helios gehört zum börsennotierten Gesundheitskonzern Fresenius. Privat geführte Krankenhäuser machen nicht grundsätzlich schlechtere Medizin. Helios veröffentlicht sogar sehr transparent Daten zur Qualität der medizinischen Behandlung.
Im Gegensatz zu kommunalen oder kirchlichen Krankenhäusern erwartet der Konzern allerdings einen hohen operativen Gewinn (EBITDA-Marge) von 15% nach spätestens fünf Jahren. Dies könnte nach Auffassung von Peter Leonhardt, Kandidat der GRÜNEN für die Bezirksvertretung Hardtberg, der selbst seit über 20 Jahren in der Gesundheitswirtschaft aktiv ist, dazu führen, dass Personalkosten reduziert und das Leistungsspektrum des Krankenhauses „optimiert“ werde.
„Für das Pflegepersonal sehen wir kurzfristig kein Risiko des Stellenabbaus, da die Personalkosten für Pflege seit diesem Jahr vollständig refinanziert werden. Allerdings gilt dies nicht für andere Berufsgruppen. Darum werden wir kritisch beobachten, ob es z.B. bei Assistenzkräften und Hilfspersonal zu Stellenabbau oder Outsourcing kommt.
Wir werden nicht akzeptieren, dass das Helios-Krankenhaus Hardtberg das medizinische Leistungsspektrum zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger in Bonn und im Bezirk Hardtberg weiter reduziert, nachdem vor zwei Jahren bereits die Geburtshilfe geschlossen wurde. Es darf nicht zu einer „Rosinenpickerei“ zugunsten vermeintlich lukrativer operativer Eingriffe kommen. Insbesondere ist es zwingend erforderlich, dass die Angebote in der Notfallversorgung, in der stationären und teilstationären Geriatrie, also der Altersmedizin, und in der Palliativmedizin nicht eingeschränkt, sondern dauerhaft gesichert und weiter ausgebaut werden. Schon jetzt kann der Bedarf für geriatrische und palliativmedizinische Versorgung in Bonn kaum gedeckt werden. Mit Erstaunen und Sorge sehen wir, dass Helios in seiner Presseerklärung die gut etablierte und angesehene Geriatrie des Malteser-Krankenhaus gar nicht erwähnt.“
Die Aussage von Helios, „in den kommenden beiden Jahren bleibt vorerst alles beim Alten“, reicht den GRÜNEN in Hardtberg bei weitem nicht aus. Christian Trützler, Stadtverordneter für Hardtberg fordert eine verbindliche Zusage, dass langfristig die Arbeitsplätze und die medizinische Versorgung im Stadtbezirk gesichert bleiben.
Nach Auffassung der GRÜNEN Hardtberg ist die Übernahme des Malteser-Krankenhauses durch Helios ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die medizinische Versorgung im Stadtbezirk Hardtberg. Bezirksverordnete Jutta Brodhäcker kündigt an, dass die GRÜNEN die Entwicklungen auch in der Bezirksvertretung kritisch begleiten und die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig und fundiert auf dem Laufenden halten werden.