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„Das finanzielle und politische Desaster um die Residualkosten des Nordfeldes – Urban Soul – trägt der OB“, so Tim Achtermeyer, Grünes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss.
„Der zu Lasten der Stadt ausgestaltete Vertrag kann der OB nicht mit mangelhafter Informationspolitik innerhalb der Verwaltung als Entschuldigung für sein Organisationsversagen verwenden. Organisatorisch untersteht das verantwortliche Amt direkt dem OB. Als Chef der Verwaltung muss er strukturell einen sauberen Informationsfluss sicherstellen. Dass es bereits in der jüngsten Vergangenheit ausreichend Warnhinweise aus diesem Amt gab, hätte den OB dazu veranlassen müssen, besonders wachsam zu sein. Die Pannenliste des Liegenschaftsamtes reicht vom Bonner Bogen, den Rheinlogen und das vom Rat beschlossene und im Vertrag nicht aufgenommene Erbbaurecht am Erzberger Ufer. Alleine daraus hätte sich für den OB die Verpflichtung ergeben müssen, sich regelmäßig und umfangreich über die Vertragsverhandlungen, eventuelle Schwierigkeiten und den Fortgang dieses Vorhabens informieren zu lassen. Ein interpretationsreicher Vertrag und mangelnde Informationsflüsse innerhalb der Verwaltung zeigen: hier gibt es ein Führungsversagen wie aus dem Lehrbuch.
Die Millionenbeträge, die nun dem Stadthaushalt fehlen, haben die Bonner Bürgerinnen und Bürger auszugleichen. Zu behaupten, für die Stadt sei kein Schaden entstanden, ist unfassbar und fördert Politikverdrossenheit, denn für den Haushalt und damit für die Bonner Bevölkerung ist ein Millionenschaden entstanden.“