Neue Corona Verordnung für Kultureinrichtungen nicht nachvollziehbar 

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GRÜNE fordern von der Landesregierung fürsorglichen Umgang mit der Kultur Zur neuen Corona Verordnung der Landesregierung für Kultureinrichtungen erklärt die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Ros Sachsse-Schadt: „Wir erklären uns  solidarisch mit den Kultureinrichtungen und Veranstaltern der Bonner Kulturszene. Zu Recht kritisieren Theater und Veranstalter die stark einschränkenden Begrenzungen der Anzahl der Zuschauer*innen bei Veranstaltungen in den Innenräumen, mit der Begründung, dass sie der Kategorie „Freizeitveranstaltungen“ zugeordnet und als Hotspots ausgewiesen werden. In den letzten Monaten haben alle Veranstalter*innen  mit immer ausgefeilteren Hygieneschutzverordnungen dafür gesorgt, dass gerade hier in ihren Veranstaltungsräumen nachweislich keine Hotspots entstanden sind, die das Pandemiegeschehen vorangetrieben hätten. Die städtischen und freien Theater und  Kulturveranstalter sind damit in eine besondere Verantwortung für das Publikum, sich selbst und die Stadtgesellschaft getreten, um die Ausbreitung der Pandemie durch ihre Institutionen zu verhindern. Wir begrüßen die Entscheidung der Stadtverwaltung bzw. der Kulturdezernentin, dass sie die Spielräume, die den einzelnen Kommunen von Seiten der Landesregierung eingeräumt werden, dahingehend umsetzt, dass sie bei vorliegender Hygieneverordnung die Anzahl der Zuschauer auf 250 Personen zulässt. Aber auch in dieser Ausgestaltung der  Maßnahme bedroht dies die künstlerischen Betriebe und Kulturschaffenden in ihrer Existenz. Damit und mit den Äußerungen des Ministerpräsidenten Armin Laschet, der Kultur als Freizeitvergnügen einstuft, trifft die Landesregierung den Kulturbereich nicht nur finanziell, sondern stellt mit solchen Äußerungen auch den Wert und die Notwendigkeit von Kultur ganz generell in Frage. Offenbar sind die zahllosen Diskussionen, Petitionen und Proteste der Experten, Verbände, Berufsvereinigungen und Kulturschaffenden, in denen in unzähligen Veröffentlichungen und Appellen die Relevanz von Kultur erklärt worden ist, an den wichtigen Entscheidern vorbeigegangen.. Kultur ist das notwendige Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft. Dafür haben sich auch in den Kommunen, die in NRW den Großteil der finanziellen Mittel für Kultur zur Verfügung stellen, viele Menschen eingesetzt. Wir fordern daher die Landesregierung auf, mit Augenmaß, Differenzierung und unter Beteiligung der Kulturschaffenden Maßnahmen und Regeln in Abwägung der drohenden Verluste auf den Weg zu bringen, die fürsorglich mit der Kultur umgeht und ihren hohen Stellenwert für unsere Gesellschaft anerkennt.“  
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