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Die Grünen Bad Godesberg setzen sich laut ihrem Kommunalwahlprogramm 2020 für die Umbenennung der Hindenburgallee in Bad Godesberg ein. Dies gilt auch für die SWB-Bushaltestelle „Hindenburgallee“ direkt an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in der Gotenstraße. Seit 2012 setzt sich die »Initiative zur Umbenennung von Hindenburgplatz und Hindenburg-Allee in Bonn« für dieses wichtige Anliegen ein. Jetzt kommt Bewegung in dieses Vorhaben. Der von ihnen schon vor geraumer Zeit in den Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eingebrachte Bürgerantrag wurde in der Sitzung am 14. April 2021 beraten. Ziffer 1 des Antrages „„Umbenennung Hindenburgplatz und Hindenburgallee“ wurde mehrheitlich angenommen (SPD, Grüne, Linke, Volt und FDP gegen CDU und Stv. Fahrenholtz), Ziffer 2 des Antrages „Streichung Paul von Hindenburg aus der Liste der Ehrenbürger“, einstimmig geändert. Jetzt bereitet die Verwaltung entsprechende Beschlussvorlagen für die Bezirksvertretungen Bonn und Bad Godesberg vor. Die von der Verwaltung eingebrachte Stellungnahme zum Bürgerantrag wurde zur Kenntnis genommen. Mit der Stellungnahme beantrage die Stadt, dem Bürgerantrag zunächst nicht zu folgen. Denn die Verwaltung plant im Rahmen der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes „Aktive Erinnerungskultur“ das Thema mit allen erforderlichen Facetten wissenschaftlich fundiert und systematisch aufzuarbeiten (s. auch 190943-3 ST). Das gilt auch und insbesondere für die Themen Krieg und Gewalt, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus, manifestiert in historischen Phänomenen und Gewaltherrschaften wie „Kolonialismus“ oder „Nationalsozialismus“ sowie deren Wahrnehmbarkeit beispielsweise anhand von Denkmälern und Straßennamen. Konkret sollen in einem ersten Schritt sämtliche etwa 2.200 Bonner Straßennamen auf den Prüfstand gestellt werden, um diejenigen Bezeichnungen zu identifizieren, die mit den Grundsätzen einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft unvereinbar sind. Gleiches gilt für die Namen von Häusern und Einrichtungen sowie für Denk- und Mahnmale. In einem zweiten Schritt werden Entscheidungen vorzubereiten sein, wie mit als „problematisch“ eingestuften Erinnerungsorten und -zeichen umzugehen ist. In einem weiteren Schritt werden Diskursformate und neue Formen des Erinnerns entwickelt, die historische Aufklärung ermöglichen und aufzeigen, was in und mit einer Gesellschaft passieren kann, wenn sie zulässt, dass Demokratie und Menschenrechte außer Acht gelassen, beschädigt und zerstört werden. (…)“ Damit wird von Seiten der Stadt Bonn ein wichtiger Baustein für eine demokratieförderliche Erinnerungskultur gelegt. Die Stadt hat angekündigt, dass im Rahmen der Erarbeitung des Gesamtkonzeptes entsprechende Veranstaltungen durchgeführt werden und Beteiligungsangebote an die Stadtgesellschaft geben wird. In diesem Zusammenhang lohnt der Blick auf die Homepage von „Wissenskulturen“, Bonn: https://www.wissenskulturen.de/wp_wissenskulturen/ Die Links zu den Rats-Drucksachen und den Ergebnissen der Ausschusssitzung: https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020… https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020… https://www.bonn.sitzung-online.de/…/doc2015509.pdf…