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Zum zweiten Jahr in Folge widmeten wir uns im November wieder den in Bad Godesberg verlegten „Stolpersteinen“. Im Rahmen eines ca. zweistündigen, von Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Bad Godesberg organisierten und durchgeführten Spaziergangs haben gut 15 Parteimitglieder und Interessierte am Samstag, 5. November 2022 die „Stolpersteine“ in Mehlem gesäubert. Am 9. November ist der Gedenktag an die Pogrome von 1938 und wir möchten, dass möglichst viele Stolpersteine an diesem Tag gut lesbar sind. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenksteinen, initiiert durch den Künstler Gunter Demnig, wird an die Leiden der Menschen erinnert, die in der Zeit des Faschismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Opfergruppen der Nationalsozialisten waren Juden, Sinti und Roma, Kranke und Behinderte, politisch Andersdenkende, Homosexuelle, religiös Verfolgte, Zwangsarbeitende, Deserteure und Unangepasste. Die meisten Schicksale, an die mit Stolpersteinen erinnert wird, sind jedoch jüdisch. Der Spaziergang führte zu den sechs in Mehlem verlegten „Stolpersteine“. Er führte uns auch zum Platz der ehemaligen Synagoge. Seit dem 7. September 1990 erinnert an der Mauer der heutigen deutsch-französischen Schule (Meckenheimer Straße 45) eine Gedenktafel an die frühere Synagoge. Anfang des 20. Jahrhunderts zählte die jüdische Gemeinde 140 Personen. Der Abschluss des Spaziergangs fand auf dem jüdischen Friedhof in Mehlem statt. Der Friedhof befindet sich am Levyweg. Der Wegname erinnert heute an das Schicksal der jüdischen Familie Levy. 2002 wurden für diese Familie drei Stolpersteine vor dem Gebäude Meckenheimer Straße 30 verlegt. Abschließend wurde von Seiten der Grünen darauf hingewiesen, dass wir beabsichtigen, eine Patenschaft für zu verlegenden Stolpersteine im Leserpark zu übernehmen. Die dafür noch zu schließende kleine „Finanzierungslücke“ konnte durch Spenden der Teilnehmenden geschlossen werden. Dafür bedanken wir uns herzlich. Mit Spaziergang gedenken wir den jüdischen Opfern des nationalsozialistischen Unrechtsregimes. In dem wir an die Vergangenheit erinnern, bleiben wir wach und aufmerksam in der Gegenwart.