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Am Sonntag, 28.3.2023, hat sich der Arbeitskreis Mobilität am Hofgarten zu einer Radtour zur Erkundung der Bonner Mobilitätswende getroffen. Sebastian hatte die Tour vorbereitet, um uns zu zeigen, (i) was eigentlich eine Mobiliätswende bedeutet und umfasst, (ii) was in Bonn bereits erreicht worden ist und (iii) wo die Probleme bei der Umsetzung aktuell liegen. Im Fokus der Tour lag der “Brennpunkt” Innenstadt, wo sich zentrale Verkehrsachsen kreuzen, tausende Menschen mobil sein wollen und müssen und der Platz besonders rar ist. Künftige Touren sollen auch andere Bezirke besonders in den Blick nehmen, denn gerade dort — vor den Haustüren der Menschen — muss die Mobilitätswende sie “abholen”, gerade dort müssen Schulen und Kitas endlich kinderfreundlich erreichbar sein. Am Hofgarten hat Sebastian uns eine Einführung in die Bonner Mobilitätswende gegeben und besonders die politischen Pläne für die Umgestaltung der B9 südlich des Koblenzer Tors erläutert. Am Beispiel des Rechtsabbiegers von der B9 auf die Straße Am Hofgarten haben wir über unterschiedliche Optionen zur Führung des Radverkehrs und die Auswirkungen auf andere Verkehrsteilnehmer:innen gesprochen. Unsere nächste Station war der Busbahnhof, der ehemalige Cityring sowie der Bahnhof. Wir haben uns über den Neubau des Busbahnhofs, die Auswirkungen der Kappung des Cityrings sowie die Erreichbarkeit des Bahnhofs mit verschiedeneren Verkehrsmitteln ausgetauscht. Wir waren uns einig, dass der Bereich der neu geschaffenen Fußgängerzone in der Maximilianstraße weiterentwickelt werden muss, sahen aber auch die Spannung zu der Neugestaltung des Busbahnhofs. Am gekappten Cityring haben wir uns auch noch einmal verdeutlicht, welche schiere Menge an Pollern nötig war um die Verkehrsführung durchzusetzen, da Verkehrsschilder zu häufig ignoriert werden. Ziel der Mobilitätswende ist unter anderem eine Verlagerung vom Auto auf andere Verkehrsmittel. Kurzfristig können jedoch Eingriffe erstmal zu einfachen Verschiebungen des Verkehrs, zum Beispiel vom Cityring in die Wohngebiete der Südstadt, führen. Hier wurde und wird nachgebessert, um auch diese “Schleich”-Verkehre zu vermeiden. Zentral ist hier jedoch auch die Kommunikation mit den betroffenen Anwohner:innen. Anschließend haben wir am Straßenabschnitt Rathausgasse / Am Hof über die Neuplanung dieses Bereichs (Projekt “Uni meets City”) gesprochen. Hier wurde besonders deutlich, dass — gerade bei begrenztem Platz — die Mobilitätswende und andere GRÜNE Herzensanliegen (hier städtebaulicher Natur) auch mal im Spannungsverhältnis stehen können. Dieses Spannungsverhältnis bestmöglich aufzulösen und zu kommunizieren ist zentral, um die verschiedenen stakeholder mitzunehmen. Wir haben über den getroffenen Kompromiss gesprochen und wollen das Projekt als Arbeitskreis Mobilität weiter begleiten und hierbei ein Auge auf die Perspektive der Mobilitätswende haben. Anschließend sind für über die B9 Richtung Norden über die Protected Bike Lane zum Rheinufer gefahren — sind dabei in den Genuss des Fahrradgrünpfeils gekommen —, haben auf Höhe der Beethovenhalle die neu eingerichtete Fahrradstraße bewundert und über die nächsten Schritte am Rheinufer gesprochen. Einmal zu siebt nebeneinander fahren zu können, haben wir uns dabei nicht nehmen lassen. Am Rheinufer entlang Richtung Süden haben wir uns die gegenläufigen Einbahnstraßen angesehen und sind anschließend zur Weberstraße gefahren, wo wir über die Einrichtung zahlreicher Fahrradstraßen im Laufe dieses Jahres gesprochen haben. Außerdem haben wir in der Weberstraße den eklatanten Mangel an Fahrradstellplätzen besichtigt. Auf dem Weg durch die Südstadt haben wir uns barrierefreie und begrünte ÖPNV-Stationen sowie die Mobilstation Nassestraße als weitere zentrale Aspekte der Mobilitätswende angesehen. An der Mobilstation können Fahrräder überdacht oder in sicheren Boxen geparkt werden, gibt es einfaches Werkzeug und eine Luftpumpe, Leihfahrräder, auch e-Lastenräder, sowie Lademöglichkeiten für e-Autos und e-Fahrräder sowie eine Anbindung an das Carsharing-Angebot und den ÖPNV. Abschließend erläuterte Sebastian noch die Parksituation in der dicht bewohnten Südstadt, das Parkraumkonzept sowie den Beschluss Parken auf Gehwegen zu unterbinden, sofern diese dadurch weniger als 1,5m breit sind. Diese für den Fußverkehr zentrale Maßnahme befindet sich aktuell in der Umsetzung. Vor der nächsten Regenfront sind wir anschließend alle schnell nach Hause geradelt. Wir freuen uns auf baldige weitere Touren! Für Rückfragen zur Tour oder anderen Fragen zum Thema Mobilitätswende stehen wir jederzeit zur Verfügung unter sebastian.hildebrand@gruene-bonn.de.