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Bonn, 29. Mai 2026.
Das Bonner Bauland-Modell ist eine entscheidende Errungenschaft für unsere Stadt im Kampf gegen den stetigen Verlust von gefördertem Wohnraum. Durch die Quote von 40 bis 50 % gefördertem Wohnungsbau – je nach Erbauung, Fläche und Wohneinheiten – stellt dieses Instrument sicher, dass Wohnen in Bonn auch für Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar bleibt. Die aktuelle Forderung, dieses wichtige Steuerungsinstrument abzuschaffen, ist daher absolut kontraproduktiv und gefährdet die soziale Stabilität unserer Stadt.
Um die Wohnungsnot effektiv zu bekämpfen, bedarf es absoluter Transparenz. Es müssen dringend die Fragen geklärt werden, inwieweit die Generierung günstiger Kredite über die NRW.Bank zwischen der Vebowag und der Stadtverwaltung besprochen oder angefordert wurden. Auch hinterlässt der in der Presse dargestellte Zustand, dass die Sozialdezernentin die wichtigen Fragen der Fördermittelbeschaffung alleine dem Fachamt überlässt und sich offenbar in diesem wichtigen Punkt nicht engagiert, Fragen, zumal sie selbst dem Aufsichtsrat der VEBOWAG angehört. Weiterhin ist zu prüfen, welche konkreten Bemühungen seitens des Oberbürgermeisters und seiner Verwaltung unternommen wurden, um notwendige Landesfördermittel für Bonn zu akquirieren. Um die Wohnungsbaumisere abzumildern, brauchen die Kommunen dringend zusätzliche Fördergelder von Bund und Land.
Die Vebowag ist einer der wichtigsten Akteure, um in Bonn neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Eine enge Verzahnung zwischen der Vebowag und der Stadtverwaltung ist dafür unverzichtbar. Um einen reibungslosen Übergang in der Geschäftsführung zu gewährleisten und die Absprachen zwischen Verwaltung und Vebowag konstruktiv im Sinne der Stadt zu verbessern, plant die Grüne Ratsfraktion ein Prüfauftrag zu stellen, welcher eine Einstellung einer zweiten Geschäftsführung als Möglichkeit in Erwägung zieht. Den Oberbürgermeister fordern wir auf, das Gespräch mit der Vebowag zu suchen. Er darf nicht erneut durch Schweigen Stillstand und Dysfunktionalität in der Stadt Bonn erzeugen. Die offenkundig wiederholte mangelnde Gesprächsbereitschaft des Oberbürgermeisters hat sich bereits beim amerikanischen Club, bei der Stadtwerkeführung und auch bei der Grundsteuer negativ für die Stadt ausgewirkt. Denn nur durch eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen der Stadtspitze und der Vebowag können wir die drängende Wohnungsfrage in Bonn nachhaltig und erfolgreich lösen.