Hinweis: Dieser Beitrag wurde aus dem Archiv unserer alten Website übernommen und technisch für diese neue Website bereinigt. Bilder, Downloads, Einbettungen, Formatierungen oder einzelne Links können daher fehlen oder vom Original abweichen. Auch die Kategoriezuordnung wurde auf die neue Website-Struktur übertragen und teilweise automatisiert ergänzt; dabei können Fehler entstanden sein. Inhalt und ursprüngliches Veröffentlichungsdatum wurden soweit nachvollziehbar übernommen. Der Beitrag gibt den Stand zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum wieder.
Bonn, 14.07.2026
Die Grüne Ratsfraktion in Bonn teilt die Einschätzung, dass eine kritische Prüfung der Sanierung des Stadthauses als Sitz der Bonner Stadtverwaltung erforderlich ist.
“Es ist den Bürgerinnen und Bürgern schlicht nicht zu erklären, dass für Schwimmbäder, Theater und Schulen angeblich kein Geld da ist, während das Stadthaus für mehr als eine halbe Milliarde Euro umgebaut werden soll”, so Friederike Dietsch, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bonner Stadtrat. “Deshalb muss das Projekt auf den Prüfstand. Wir brauchen einen klaren Kostendeckel und nicht die teure Variante, für die sich der OB mit Nachdruck eingesetzt hat. Das Ziel bleibt richtig: Im Herzen der Stadt verschiedene Nutzungen und vor Allem viele neue Wohnungen schaffen. Bei aller Dramatik der Haushaltslage darf eines nicht passieren: dass mitten im Zentrum unserer Stadt über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, eine Bauruine entsteht. Das würde die Bonner Innenstadt nicht verkraften”, so Dietsch weiter.
Stadthaus Bonn: Grüne warnen vor Stillstand und Bauruine in der Innenstadt
Dr. Daniel Rutte, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bonner Stadtrat ergänzt: “Beim Stadthaus wurde mehr als 20 Jahre lang geprüft und diskutiert. In den vergangenen Jahren ist es uns, über Parteigrenzen hinweg, endlich gelungen, einen breiten Konsens zu finden, wie es beim Stadthaus weitergehen soll. Dass sich die SPD im Alleingang gegen das Projekt stellt, ist in dieser Form äußerst fahrlässig. Diese hektische Aktion wirft Fragen zur Zusammenarbeit und Professionalität des Bündnisses aus CDU/SPD/FDP und Oberbürgermeister auf. Das Stadthaus wird unser Stadtbild für Generationen prägen. Deshalb haben wir heute alle Fraktionen und Gruppen des Stadtrates zu Gesprächen über den weiteren Weg eingeladen. Vor wenigen Tagen hat sich die SPD im Architekturwettbewerb gemeinsam mit dem Oberbürgermeister noch für die voraussichtlich teuerste Variante ausgesprochen. Diese Kehrtwende kommt ohne neue, öffentlich bekannte Fakten. Das ist weder nachvollziehbar noch verantwortungsvoll. Es ist sicher, dass das Stadthaus ab Ende nächsten Jahres leer stehen wird. Für uns ist klar, dass wir jetzt sehr schnell grundlegend über die Zukunft des Stadthauses reden müssen – und zwar gemeinsam!”