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Die GRÜNEN haben die geplante Tarifsteigerung beim Verkehrverbund Rhein-Sieg (VRS) scharf kritisiert und lehnen sie entschieden ab.
?Die geplante 8%-Erhöhung ist eine fatale Weichenstellung gegen ein umweltgerechtes Verkehrkonzept?, sagte der Vorsitzende des Bonner Planungsausschusses Rolf Beu. ?Zum einen befindet sich die geplante Erhöhung meilenweit entfernt von jeder Inflationsrate, zum anderen steht der Erhöhung keine Angebotsverbesserung gegenüber.?
Stattdessen seien sogar weitere Angebotseinschränkungen geplant.
Auslöser der Preiserhöhung seien ? so unterstrichen die GRÜNEN ? keineswegs gestiegene Betriebskosten der Verkehrsbetriebe.
Rolf Beu: ?Die Gehälter von Bus- und Bahnfahrern sind seit Jahren nicht mehr gestiegen, die erhöhten Energiekosten sind für den Anstieg ebenfalls nicht wirklich relevant. Mit der Erhöhung sollen allein die drastischen Kürzungen der Regionalisierungsmittel von 2,3 Milliarden Euro durch die große Koalition in Berlin aufgefangen werden.?
Aus GRÜNER Sicht würde die Umsetzung der geplanten Preiserhöhung bei gleichzeitigem Abbau des Leistungsangebotes fatale Folgen haben.
Beu: ?Das wird mit Sicherheit zu einem Kundenverlust beim VRS führen. Damit ist dann ein weiterer Qualitätsverlust vorprogrammiert. Dabei besteht längst bei allen Fachleuten Einigkeit, dass gerade die Städte ihre Verkehrsprobleme nur in den Griff bekommen werden, wenn der Anteil des ÖPNVs am Gesamtverkehr deutlich steigt.?
Außerdem sei die Kürzung unsozial, weil diejenigen, die auf den ÖPNV angewiesen seien, die Zeche zahlen müssten.
Die GRÜNEN wollen erreichen, dass sich Bonn gemeinsam mit den Städtetag vehement für eine Rücknahme der Kürzung der Regionalisierungsmittel durch die Große Koalition einsetzt.
Rolf Beu: ?Bonn als ?Umwelthauptstadt? würde eine führende Rolle unter den Kommunen in dieser Frage gut zu Gesicht stehen.?