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Bonn, 21. Mai 2026 – Anlässlich des Tages des Grundgesetzes am 23. Mai setzen die Vorsitzenden demokratischer Parteien in Bonn ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einen respektvollen politischen Diskurs.
Die Beteiligten betonen: Politischer Streit und unterschiedliche Auffassungen gehören zur Demokratie dazu – gerade in einer vielfältigen Stadtgesellschaft wie Bonn. Entscheidend sei jedoch, dass politische Debatten auf Grundlage gemeinsamer demokratischer Werte, des Grundgesetzes und gegenseitigen Respekts geführt werden.
Bonn kommt dabei eine besondere historische Rolle zu: Vor 77 Jahren wurde hier das Grundgesetz beschlossen – als Konsequenz aus Diktatur, Krieg und der Zerstörung demokratischer Ordnung. Dieses Fundament gelte es auch heute gemeinsam zu schützen und mit Leben zu füllen.
Elisabeth Stanzl und Sebastian Hildebrand, Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bonn, erklären: „Dass wir in einer Demokratie hart und leidenschaftlich über politische Inhalte streiten können – online wie offline –, haben wir unserem Grundgesetz zu verdanken. Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung dürfen wir nie vergessen, dass demokratischer Streit nur funktioniert, wenn wir gemeinsame Regeln, gegenseitigen Respekt und die Würde aller Menschen achten.“
Nathanael Liminski, Vorsitzender der CDU Bonn, erklärt: „Das Grundgesetz ist mehr als ein rechtlicher Rahmen – es ist das Fundament unseres Zusammenlebens und untrennbar mit Bonn verbunden. Hier haben Demokratinnen und Demokraten nach den Erfahrungen von Diktatur und Krieg die Grundlage für unsere freiheitliche Ordnung gelegt. Der 23. Mai erinnert uns daran, wie wertvoll dieses Fundament ist. Gerade weil wir politisch unterschiedliche Auffassungen haben, kommt es darauf an, den Streit fair zu führen – auf Basis gemeinsamer Regeln, mit Respekt und im festen Vertrauen auf unsere demokratische Ordnung.“
Lisa Glaremin und Leon Schwarze, Vorsitzende der SPD Bonn, erklären: „Das Grundgesetz ist die Basis unserer Demokratie. Es ist der Auftrag an uns alle, jeden Tag für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der jeder Mensch in Würde leben kann. Demokratie lebt davon, dass Menschen sie in Parlamenten, in der Gesellschaft und auf den Straßen aktiv verteidigen.“
Josephine Rinck, Vorsitzende von Volt Bonn, erklärt: „Volt steht für eine offene, europäische Demokratie, für Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger und dafür, dass Grundrechte, Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit nicht verhandelbar sind.“
Michael To Vinh, Vorsitzender der FDP Bonn, erklärt: „Das Grundgesetz schützt die Freiheit und Würde des Einzelnen und begrenzt die Macht des Staates. Der 23. Mai erinnert uns daran, dass Demokratie, Rechtsstaat und Bürgerrechte niemals selbstverständlich sind – sie müssen jeden Tag neu verteidigt werden.“
Franziska Porkert und Kai Lütz, Vorsitzende der LINKEN Bonn, erklären: „Das Grundgesetz ist eine direkte Lehre aus den NS-Verbrechen an der Menschlichkeit. Es ist für uns ein Auftrag die Würde des Menschen zu schützen und Menschenrechte zu achten. Das bedeutet auch: Solidarität und soziale Gerechtigkeit verteidigen und überall dort Haltung zeigen, wo die Menschenwürde infrage gestellt wird. Und dabei ist es gerade jetzt besonders wichtig dahin zu schauen, wo die Menschen sich durch den von der Bundesregierung vorangetriebenen massiven Sozialabbau kein würdevolles Leben mehr leisten können, die Jugend keine Perspektive sieht und mit einer massiven Militarisierung in der Gesellschaft die Würde und Selbstbestimmung des Individuums grundlegend in Frage gestellt wird.“
Außerdem treffen sich Vertreter*innen der beteiligten Parteien am Freitag um 15 Uhr für ein gemeinsames Foto am Bundesbüdchen. Pressevertreter*innen sind herzlich eingeladen, dazuzukommen.