Pressemitteilung: Hangelar-Affäre: Schadensbegrenzung in höchster Not

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Bonn, 17. März 2026

Den Schaden, den Oberbürgermeister Guido Déus in den letzten Monaten für die Stadt angerichtet hat, ist immens. In der Hangelar Affäre hat er zu keinem Zeitpunkt die notwendige Sensibilität an den Tag gelegt mit dem Interessenskonflikt zwischen Parteispenden, Einflussnahmeversuchen und Grundstücksgeschäft für eine transparente Aufklärung zu sorgen. Anstatt die Krise frühzeitig zu entschärfen, hat er sie durch Untätigkeit und mangelnde Transparenz erst auf die Spitze getrieben.

Die Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Bonn zieht damit eine ernüchternde Bilanz der vergangenen Wochen: Oberbürgermeister Guido Déus hat mit seinem Verhalten in der Hangelar-Affäre das Amt des Oberbürgermeisters nachhaltig beschädigt.

Auf Initiative der Grünen hat der Aufsichtsrat und der Stadtrat Hermes sein Vertrauen ausgesprochen. Nur aufgrund dieses massiven politischen und öffentlichen Drucks wurden Gespräche zwischen Stadt und SWB überhaupt wieder aufgenommen.

„Wer den Bus fahrlässig vor die Wand fährt, darf sich nicht dafür feiern lassen, anschließend den Notarzt gerufen zu haben“, so Dr. Daniel Rutte, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Führungsverantwortung bedeutet, Krisen zu erkennen, bevor sie eskalieren – nicht, sie auszusitzen, bis der Schaden nicht mehr zu übersehen ist“.

„Was wir in den letzten Wochen erlebt haben, ist kein Betriebsunfall – es ist das Ergebnis einer politischen Kultur, in der Parteispenden, Netzwerke und Einflussnahme wichtiger sind als das Wohl der Stadt. Diese Kultur muss die Bonner CDU endlich beenden und die Fakten offenlegen“, Friederike Dietsch, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Dass Olaf Hermes die Stadtwerke Bonn weiterführt, ist eine gute Nachricht für unsere Stadt. Die Stadtwerke sind das Rückgrat der kommunalen Daseinsvorsorge – für Energie, Wärme und den öffentlichen Nahverkehr. Die Stadtwerke Bonn haben Klarheit und Stärke bewiesen und an der richtigen Stelle die Einflussnahmeversuche der CDU offengelegt. Doch mit der Einigung zwischen Stadt und SWB ist die Affäre noch lange nicht erledigt.

Daniel Rutte: „Die Rolle des Oberbürgermeisters in der Hangelar-Affäre muss vollständig und transparent aufgeklärt werden: Was wusste er, wann wusste er es, und wie hat er gehandelt? Solange die CDU die Hintergründe dieser Affäre verschleiert, bleibt das Vertrauen in die Stadtspitze beschädigt. Darüber hinaus fordern wir die Bonner CDU auf, ihre Parteispenden aus dem Jahr 2025 sowie alle damit verbundenen Vorgänge rückhaltlos offenzulegen.“

Die immer noch anhaltende mangelnde Sensibilität der CDU mit Interessenskonflikten umzugehen, zeigt das aktuelle Vorgehen der CDU in der Gremienarbeit der SWB. So ist es absolut unverständlich, warum die CDU ausgerechnet ihre Schatzmeisterin zur Aufsichtsratsvorsitzenden SWB Bus und Bahn gewählt hat, die die Wahlkampfspenden vom Busunternehmen UNIVERS angenommen hat. Bei dem Aufsichtsrat handelt es sich um das Gremium, dass über die Geschäftsbeziehungen zu diesem Parteispender maßgeblich entscheidet. Bei einer solchen Gemengelage und Kombination von verschiedenen Interessen sollte der CDU alles daran gelegen sein auch nur der Anschein eines Interessenskonfliktes zu vermeiden, um Unabhängigkeit zu gewährleisten. Daher fordern wir die CDU auf, diese Personalie zu überdenken und sich zu diesem Interessenskonflikt zu verhalten.

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