Pressemitteilung: Oberbürgermeister sorgt mit unausgereiften Vorschlägen für Chaos und Unsicherheit – Grüne fordern verlässliche Stadtführung

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Bonn, 16.07.2026

Die Amtsführung des Oberbürgermeisters stiftet Chaos. Nach Auffassung der Bonner Grünen führen unausgereifte politische Vorschläge und unzureichend vorbereitete Beschlussvorlagen zu Unsicherheit und gefährden wichtige Zukunftsprojekte der Bundesstadt.

Besonders kritisch sehen die Grünen den kurzfristig angekündigten Stopp der Stadthaussanierung. Ohne ein tragfähiges Gesamtkonzept drohe das Stadthausareal im Herzen Bonns über Jahre hinweg brach zu liegen. Ein solcher Schritt ist weder verantwortungsvoll noch geeignet, die Innenstadt zukunftsfähig zu entwickeln. Dr. Daniel Rutte, Fraktionsvorsitzender: „Vor wenigen Wochen hat sich der Oberbürgermeister innerhalb des Wettbewerbs zur Stadthaussanierung noch für die voraussichtlich teuerste Variante ausgesprochen. Daher ist die aktuelle Kehrtwende weder nachvollziehbar noch verantwortungsvoll.“

Darüber hinaus werden zentrale Zukunftsprojekte wie die Seilbahn, die Westbahn oder der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) infrage gestellt. Statt einer verlässlichen und zukunftsorientierten Steuerung entstehen Unsicherheit und Verwirrung.

Zahlreiche Entscheidungen, die zulasten des städtischen Haushalts gehen hat die Kooperation aus CDU SPD und FDP beschlossen. Die Grundsteuer führte erst nach einem halben Jahr Ratlosigkeit innerhalb der Kooperation zu einer Entscheidung. Diese Verzögerung hat die Stadt rund 750.000 Euro gekostet. Gleichzeitig hat die durch die Kooperation sodann beschlossene Grundsteuerregelung ein zusätzliches Haushaltsloch von rund acht Millionen Euro verursacht.

Während für die Senkung der Parkgebühren oder dem freien Eintritt in Freibäder schnell Geld ausgegeben werde, fehlen tragfähige Konzepte für die langfristige Sicherung der städtischen Infrastruktur. Besonders deutlich wird der Widerspruch bei den städtischen Schwimmbädern: Während es einen freien Eintritt gibt, kündigt der OB gleichzeitig das Aus für zwei Schwimmbäder und Unsicherheit für zwei weitere Freibäder an.

„Bei der Kooperation scheint die politische Mathematik derzeit so zu funktionieren: Einnahmen kürzen, Ausgaben erhöhen – und sich anschließend über das Defizit wundern.“ so der finanzpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion Malte Lömpke„.

„Bonn braucht eine Stadtspitze, die Lösungen entwickelt, Entscheidungen sorgfältig vorbereitet und Zukunftsprojekte konsequent voranbringt. Nicht ausreichend durchdachte Beschlussvorlagen und kurzfristige Kurswechsel bedeuten Chaos und Sparen am falschen Ende. Solche unausgereiften Vorschläge schaden der Entwicklung unserer Stadt“, erklärt Friederike Dietsch, Fraktionsvorsitzende. Die Bonner Grünen kündigen an, sich weiterhin für eine verlässliche, nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Bundesstadt einzusetzen.

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