Baumschulwäldchen umgestaltet

Im Rahmen des Masterplans Innenstadt wurde das sogenannte Baumschulwäldchen zwischen Wittelsbacherring und Haydnstraße umgestaltet. Vom Kölner Kurfürsten angelegt, der dort seltene Pflanzen und Bäume für seine Gärten und Alleen züchten ließ, entwickelte sich das Areal in den letzten Jahrzehnten zu der Grünfläche für die Bewohnerinnen und Bewohner der Weststadt. Einige lobten die ökologisch wertvolle Naturbelassenheit des Wäldchens mit seinen alten Bäumen, andere sahen in ihm einen ungepflegten Park und schlecht einsehbaren Treffpunkt der Drogenszene. Ein Düsseldorfer Landschaftsarchitektenbüro gewann den von der Stadt ausgelobten Wettbewerb zur Neugestaltung der Grünfläche. In einem bürgerschaftlichen Beteiligungsverfahren, konnten Änderungswünsche artikuliert werden. So wurde wunschgemäß das geschwungene Wegenetz erhalten und nicht durch gerade Passagen ersetzt. Die Grundidee, das gesamte Gelände in zwei kleinere, miteinander verbundene Teilflächen umzugestalten, blieb erhalten: Ein Naturwäldchen und ein botanisches Wäldchen an der alten kurfürstlichen Gärtnerei. Die Anzahl der gerodeten Sträucher und gefällten Bäume wird aber teilweise als zu groß angesehen. Die neu angepflanzten Bäume, die den Park aber erst zukunftsfest machen, werden ’natürlich‘ erst in Jahrzehnten wieder die Größe und ökologische Wertigkeit ihrer Vorgänger erreichen. Andererseits ist der Park, auch für die Naherholung wichtig und nun mit den größeren freien Flächen und der besseren Übersichtlichkeit nicht nur für Kinder geeigneter.

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