Bezahlbar gut wohnen – GRÜNE Wohnungspolitik für Bonn

„Bauen, ohne die soziale Balance in der Stadtentwicklung aus dem Blick zu verlieren“. Dr. Annette Standop, grüne Stadtverordnete und sozialpolitische Sprecherin der Ratsfraktion, sprach sich auf einer Podiumsdiskussion der grünen Ratsfraktion zum Thema „Bezahlbar gut wohnen – Grüne Wohnungspolitik für Bonn“ für eine „Forcierung des dringend benötigten öffentlich geförderten Wohnungsbaus“ aus. Die Ratsfraktion hatte am Dienstag (19.06.2018) zu dieser Veranstaltung eingeladen, um aus unterschiedlichen Perspektiven die Wohnungs(bau)politik in Bonn zu beleuchten.

Für Martin Seelbach von der Stadt Bonn, ebenfalls Teilnehmer der Podiumsdiskussion, ist Bonn mit dem jetzt kommenden „Bonner Baulandmodell“ strategisch gut aufgestellt. Dieses Modell schreibt vor, wie viele geförderte Wohnungen gebaut werden und inwieweit sich die Investoren an der Errichtung zusätzlicher Infrastruktur wie beispielsweise KiTas beteiligen müssen. „Es ermöglicht, frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungsbau so zu kombinieren, dass gezielt und vermehrt preisgünstige Wohnungen entstehen können“, so Seelbach. Maren Brixius, Architektin mit dem Schwerpunkt Prozessarchitektur, lenkte während der Podiumsdiskussion die Aufmerksamkeit auf qualitative Aspekte der Wohnungspolitik „Verdichtetes Bauen muss mit guter quartiersgerechter Infrastruktur und zufriedenstellender Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr einhergehen“.

Aus dem Publikum kamen viele Fragen, etwa wie dem Wohnungsleerstand begegnet werden könne, ob es sinnvoll sei, weiterhin auf Zuzug (von in der Regel hoch qualifizierten Personen) zu setzen, wenn doch erkennbar sei, dass damit die Mietpreise weiter in die Höhe getrieben würden und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen kaum noch Chancen hätten, eine angemessene Wohnung zu finden.

In ihrem Abschlussstatement hob Dr. Annette Standop nochmals die Bedeutung von genügend bezahlbarem Wohnraum für die soziale Entwicklung der Stadt Bonn hervor. „Wir müssen auch darüber nachdenken, dieser Forderung mit einer städtischen Entwicklungsgesellschaft Nachdruck zu verschaffen“.

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