Bonns Landwirtschaft wird ökologisch

Alle landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum der Stadt Bonn werden langfristig vorrangig ökologisch bewirtschaftet. Insbesondere die große zusammenhängende Fläche des Messdorfer Felds soll an eine*n ökologisch arbeitende*n Landwirt*in verpachtet werden.

Dies wurde mit einem Beschluss des Stadtrates auf GRÜNE Initiative am 11. Februar 2019 beschlossen.

Brigitta Poppe-Reiners, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion:

„Biologisch erzeugte Lebensmittel erfahren seit Jahren einen anwachsenden Absatz. Damit steigt auch der Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden können. Daher ist es unser Ziel, unsere eigenen städtischen landwirtschaftlichen Flächen Landwirten, die eine ökologische nachhaltige Bewirtschaftungsform durchführen, zur Verfügung zu stellen.

Ökologische Landwirtschaft bedeutet umfangreichen Schutz unserer Böden, unseres Grundwassers, unserer Artenvielfalt, unseres Klimas. Eine ökologische Landwirtschaft stärkt die Widerstandsfähigkeit der Natur. Damit kann sie sich den wandelnden klimatischen Bedingungen, wie zum Beispiel dem vergangenen Hitzesommer, besser anpassen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns, dass die städtischen landwirtschaftlichen Flächen, die in Naturschutzgebieten liegen, in den Vertragsnaturschutz aufgenommen werden. Damit erhalten Landwirte finanzielle Unterstützung, dass sie die besonderen Ansprüche der dort vorkommenden seltenen Pflanzen und Tiere in diesen Gebieten besonders berücksichtigen.

Aktuell hat der Stadtrat mit drei wichtigen Beschlüssen Bonn ein Stück näher zur nachhaltigen Kommune gebracht. Neben dem verabschiedeten Antrag zu den landwirtschaftlichen Flächen, zählt der Beschluss zur Biostadt Bonn und die verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie dazu. Über diesen Erfolg bin ich sehr froh.“

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