Brigitta Poppe-Reiners: Einjähriges Jubiläum als Bezirksbürgermeisterin

Nach einem Jahr im Amt als Bezirksbürgermeisterin zieht Brigitta Poppe-Reiners ein erstes Resümee. „Bürgernähe ist mir sehr wichtig. Ich bin zwar seit 1994 Mitglied der Bezirksvertretung und seit 2004 im Rat der Stadt Bonn, aber als Bürgermeisterin komme ich noch mehr mit allen Menschen, Gruppierungen, Besucher*innen aus unseren Städtepartnerschaften und Organisationen in Kontakt. Und genau das schätze ich. Ich möchte wissen, was die Bonner Stadtgesellschaft bewegt und Dinge verändern“.

Die Zahl der Bürgeranträge ist seit dem letzten Jahr stark angestiegen weswegen zusätzliche Sondersitzungen der Bezirksvertretung notwendig waren. „Diese Art von Bürgerbeteiligung ist das beste Mittel gegen Politikverdrossenheit“, so Poppe-Reiners. Insbesondere der Bürgerdialog zum Haushalt war erfolgreich. Eine Naturbeobachtungsstelle für Kinder, Freilufttrainingsplätze, Aktionen für ein bienenfreundliches Bonn – all dies wurde angeregt. Hinzu kommt jetzt ein neues Format, welches den Austausch auf allen Ebenen stärken soll – auf Anregung von Bürger*innen, Vereinen, Organisationen. So besucht sie einzelne Stadtteile oder Einrichtungen, Interessierte können sich unkompliziert über die Webseite der Stadt Bonn melden. http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/stadtbezirke/bonn/

Auf ihrer persönlichen Agenda für den Stadtbezirk Bonn steht die Verbesserung der Infrastruktur für die Zeit der Kirschblüte in der Altstadt. So gilt es beispielsweise zusätzliche Papierkörbe aufzustellen, häufigere Reinigungsintervalle zu initiieren oder Verkehrseinschränkungen zu diskutieren. Ein Runder Tisch zusammen mit Verwaltung und BonnOrange wäre ein erster Schritt, damit sich die Bedürfnisse der Anwohner*innen und der Tourist*Innen annähern.

Ein weiteres Projekt der Bezirksvertretung ist es, mehr öffentliche Toiletten für die Innenstadt zur Verfügung zu stellen. Gerade ein auf Tourismus ausgerichtetes Bonn mit dem Beethovenfest vor Augen muss einen solchen Service bieten. Dabei muss es nicht nur Neubauten geben, sondern auch bestehende öffentliche WC Anlagen wie beispielsweise die Anlage im Stadtgarten am Alten Zoll müssen saniert werden.

Insbesondere der Umweltschutz liegt ihr am Herzen. „Verwaltungshandeln muss Ökologie immer im Fokus haben. Jede Planung sollte unnötige Versiegelung vermeiden, jedes Gebäude sollte möglichst wenig Energien verbrauchen und der öffentliche Nahverkehr muss in hohem Maße zur Reduzierung von Lärm und Schadstoffen beitragen“. Dafür setzt sie sich sowohl als Fraktionssprecherin der Bonner Grünen ein und ebenso in der Funktion als umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

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