Endenicher Ei wird erneuert

Als erster Schritt der Sanierung der Bonn durchtrennenden Stadtautobahn A 565 erneuert der Landesbetrieb StraßenNRW bereits ab diesem Jahr das sogenannte Endenicher Ei. Mit diesem Bauwerk werden die Endenicher Straße und der Hermann-Wandersleb-Ring jeweils halbkreisförmig über die Autobahn geführt. Angebunden an das Endenicher Ei ist auch die Anschlussstelle Bonn-Endenich. Laut Untersuchungen ist das Brückenbauwerk so marode, dass es noch vor dem geplanten Neubau des sogenannten Tausendfüßlers ab 2021, dem eigentlichen Autobahn-Brückenbauwerk zwischen den Anschlüssen Endenich und Tannenbusch, komplett erneuert werden muss. Der Unterbau des Endenicher Eis wird aktuell bereits verstärkt. Anschließend ist ein Ersatzneubau der beiden halbrunden Brückenteile geplant. Die Kosten sollen sich laut Landesbetrieb auf rund zehn Millionen Euro belaufen. Geplant ist der Einsatz einer provisorischen Behelfsbrücke über die zur Zeit freie „Ei-Mitte“. Auf dieser soll auch der Fuß- und Radverkehr Richtung Duisdorf bzw. Innenstadt weiter möglich sein, während die jeweils entsprechende alte Brückenhälfte abgerissen und neu gebaut wird. Das Endenicher Ei wurde 1959 im Zuge einer neuen Hochstraße EB 9 zwischen Lengsdorf und dem Kreuz Bonn-Nord für den Verkehr freigegeben. Die heutige A 565 wurde zwischen Tannenbusch und Endenich in den 1950er Jahren lediglich als vierspurige Schnellstraße geplant und errichtet. Obwohl sie über keine Standspuren verfügt wurde sie 1971 zur Autobahn hochgestuft. Damit gilt sie als Bundesfernstraße in ausschließlicher Zuständigkeit des Bundes.

Verwandte Artikel