Gedenken an Óscar Romero

Als eine von wenigen Städten hat Bonn, auf GRÜNE Initiative hin, schon vor Jahren eine Straße nach Óscar Romero benannt. Die Oscar-Romero-Allee liegt in der geographischen Mitte Bonns, zwischen der Museumsmeile und der linksrheinischen Bahnstrecke Köln – Mainz.

Wer war Óscar Romero eigentlich, der am 14.10.2018 heiliggesprochen und nach dem die Bonner Straße benannt wurde?

Foto: Google Maps

Óscar Arnulfo Romero y Galdámez (* 15. August 1917 in Ciudad Barrios, El Salvador; † 24. März 1980 in San Salvador) war Erzbischof von San Salvador. Er trat für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land ein und stellte sich damit in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. Er gilt als einer der prominentesten Verfechter der Befreiungstheologie.

Romero wurde während einer von ihm in einer Krankenhauskapelle in San Salvador zelebrierten Messe von einem durch die Fuerza Armada de El Salvador mit dem Mord beauftragten Soldaten erschossen. Sein Tod markierte den Beginn des Bürgerkriegs in El Salvador.

Am 23. Mai 2015 sprach Papst Franziskus Óscar Romero in San Salvador selig und am 14. Oktober 2018 in Rom heilig.

Außer der Oscar-Romero-Allee gibt es in Bonn noch das selbstverwaltete Oscar-Romero-Haus.

Mit dem Oscar-Romero-Preis zeichnet der Förderkreis Oscar-Romero-Haus e.V. Einzelpersonen und Initiativen aus dem Köln-Bonner Raum aus, die sich in überzeugender Weise mit Ausgegrenzten und Entrechteten unserer Gesellschaft für eine gerechte, solidarische und in Übereinstimmung mit der Schöpfung lebende Welt einsetzen und durch ihren Einsatz und ihr Vorbild auch unsere Region menschlicher machen.

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