Grüne äußern Skepsis zum vorgelegten Gutachten über das Bonner Theater

Zu dem heute vorgestellten Gutachten über die 6 Szenarien des Bonner Theaters erklären die beiden kulturpolitischen Sprecher der Grünen Ratsfraktion Bonn Dr. Ros Sachsse-Schadt und Tim Achtermeyer:

„Wir sehen das Gutachten sehr skeptisch. Wir zweifeln daran, ob man tatsächlich einen qualitätvollen Neubau für 149 Mio. € bis 169 Mio. € realisieren kann. Auf jeden Fall fehlt in diesen Berechnungen die Summe, die man für die noch völlig unbekannten Bau- und Planungszeiten an den bisherigen Standorten investieren muss, um diese zumindest für die Übergangszeit spielbereit zu halten. Das wären dann am Ende Wegwerfinvestitionen in zweistelliger Millionenhöhe, weil diese dann nach der Eröffnung eines Neubaus für die Katz‘ wären.
Gleichzeitig facht das Gutachten erneut eine Diskussion über den Standort Bad Godesberg an. Nach der Aufgabe des Standortes Beuel und dem Bekenntnis zum Standort Bad Godesberg ist die Entwicklung des neuen Schauspielhauses sehr positiv. Das Haus wird gut angenommen und vernetzt sich im Stadtteil. Es gehört zur politischen Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit, dass man den Standort nicht jedes halbes Jahr immer wieder in Frage stelle. Das hilft niemandem.
Zudem enthält das Gutachten keinerlei Aussagen darüber, was bei einem Neubau mit dem Gebäude der Oper am jetzigen Standort geschehen soll. Abriss? Kosten? Der jetzige Standort der Oper ist nicht nur historisch ein wichtiger Verweis auf die ehemalige Hauptstadtfunktion. Er ist auch städtebaulich ein geradezu idealer und markanter Standort für einen so wichtigen Kulturbau in der Stadt.“

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