GRÜNE kämpfen gegen Stadterhitzung

Hitzeperioden treffen Städte besonders. Hier trifft Hitze zu oft auf Asphalt, statt auf kühlendes Grün. Die Folge sind Hitzeinseln. Die Grünen in der Bezirksvertretung Bonn wollen nun diese Hitzeinsel angehen. Die Grünen sehen auf Grundlage des Klimagutachtens der Stadt vor allem die Innenstadt, Altstadt und Castell als besonders dringlich an. In der nächste Bezirksvertretungssitzung wollen sie die Verwaltung beauftragen, geeignete Flächen zu identifizieren und entsprechend umzuplanen. Dazu Tim Achtermeyer, Bezirksverordneter in der BV Bonn: 

Eine sich aufheizende Stadt trifft vor allem die sozial Schwachen. Sie können weder mal für eine Zeit aufs Land fliehen, noch haben alle Geld für Klimaanlagen, die die Situation gesamtklimatisch nur verschärfen würden. Wir müssen die Stadt kühlen. Das geht am besten mit Entsiegelung und Bepflanzung. Dort wo Sonneneinstrahlung auf Grün statt auf Asphalt trifft, ist es bis zu 10 Grad kühler. Wir brauchen mehr Grün statt Beton!“

Die umweltpolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion Brigitta Poppe-Reiners betont die grundsätzliche Bedeutung von Entsiegelung und Bepflanzung. 

„Eine ökologische Begrünung ist nicht nur für viele und für uns ästhetisch ansprechender als Asphalt und Beton, sondern ist auch unverzichtbar für den Beitrag der Kommune für Artenschutz, Biodiversität und den Klimawandel. Bepflanzung bindet CO2, gibt bei der richtigen Bepflanzung Tieren und Insekten Lebensraum und kühlt die Stadt. Heftige Starkregenereignisse werden durch entsiegelte Flächen abgemildert und dienen zusätzlich der Speisung unseres lebensnotwendigen Grundwassers. Wir müssen viel mehr Raum der Natur zurückgeben und vom Asphalt befreien!“

Den Antrag finden Sie unter: https://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/19/1912296.pdf

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