GRÜNE: VERKEHRSBERUHIGUNG IN DER KAISERSTRAßE SOLL AM HAUPTBAHNHOF FORTGESETZT WERDEN



Anlässlich des Bürgerdialogs am 28. August zur Testphase für eine
neue Verkehrsführung in der Kaiserstraße erklären die Sprecher*innen
des AK Mobilität Karin Langer und Matthias Seiche von Bündnis 90/Die
Grünen in Bonn:

„Die Einrichtung einer Umweltspur für Fahrräder und Busse ist ein
wichtiger Schritt, um den Radverkehr auf dieser zentralen Verbindung
zwischen Innenstadt, UN Campus und Bad Godesberg attraktiver zu machen.
Der bisherige Radweg entlang der Bahnlinie ist für den
Zweirichtungsverkehr viel zu schmal. Deshalb war es überfällig, dass
für den Fahrradverkehr Platz auf der Fahrbahn der Kaiserstraße
geschaffen wird. Fahrradfahrer*innen haben jetzt mehr als doppelt so
viel Platz als vorher – ein deutlicher Fortschritt.“

Gleichzeitig betonen die Grünen, dass über die endgültige
Verkehrsführung erst nach der laufenden Testphase entschieden werden
soll, die bis zum 31. März 2020 läuft: „Neben der Beschleunigung des
Radverkehrs ist die Verkehrsberuhigung rund um Hauptbahnhof und
Omnibusbahnhof unser zentrales Ziel“, erklärt Karin Langer. Nach der
Fertigstellung des neuen Parkhauses im Frühjahr 2020 ist der
Hauptbahnhof dann auch von Süden mit dem PKW über die B9, den
Linksabbieger am Belderberg und den Bertha-von-Suttner Platz erreichbar.
Die Parkhäuser am Markt und an der Uni sind über B9 und Stockenstraße
direkt erreichbar. „Die Kaiserstraße wird für den PKW-Verkehr nicht
als Zufahrtsstraße in die Innenstadt benötigt. Wir werden deshalb in
der Koalition vor Abschluss der Testphase auch noch einmal über die
Kappung des City-Rings sprechen,“ so Matthias Seiche. Nur mit einer
Verkehrsberuhigung rund um den Hauptbahnhof kann der Busbahnhof und
Bahnhofsbereich nach Ansicht der Grünen attraktiv gestaltet werden.

Die Details der Verkehrsführung in der Kaiserstraße sollen während
der Testphase genau beobachtet werden: Falls es zu Schleichverkehren
über die Nassestraße kommt, sollte die Verwaltung die Kaiserstraße
bereits weiter südlich nur noch für Anlieger frei geben.

Außerdem muss geprüft werden, ob die Radfahrer*innen die „englische“
Verkehrsführung im Linksverkehr annehmen. In diesem Zusammenhang
erinnerten die Grünen daran, dass die Koalition im Planungsausschuss
die Fahrrad- und Umweltspur ursprünglich in Richtung Hauptbahnhof
beschlossen hatte. Erst durch die Intervention des Oberbürgermeisters
wurde die Richtung gedreht.

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