Mehr Qualität im ÖPNV

Zuverlässigkeit ist das A und O bei Bus und Bahn. Kein Fahrgast möchte größere Verspätungen oder gar Ausfälle erleben, schon gar nicht bei Linien, die alle 30 Minuten oder noch weniger verkehren – was in Bonn wegen seines guten Taktangebotes glücklicherweise eher die Ausnahme ist. Die Zuverlässigkeit zu erhöhen, ist eine kontinuierliche Aufgabe für die Stadtwerke, als örtliches Verkehrsunternehmen, und die Stadtverwaltung. In den Bemühungen, die Qualität zu steigern, darf nicht nachgelassen werden.

Es kann nicht länger hingenommen werden, dass einzelne Linien fahrplangemäß, andere fast permanent unpünktlich verkehren. Deshalb hat der Planungs- und Verkehrsausschuss die Fachverwaltung und die SWB beauftragt, für jede Linie – angefangen mit den verspätungsanfälligsten – eine Sachstandserhebung vorzunehmen und Vorschläge zu unterbreiten, wie Schnelligkeit und Zuverlässigkeit erhöht werden können. Nur so können Bezirksvertretungen und Rat eine Abwägungsentscheidung vornehmen, ob sie beispielsweise bereit sind, im Einzelfall rare Parkplätze zu entfernen, die aber den Busverkehr entscheidend behindern. Zusätzliche Sonderspuren oder eine wirkliche Ampelbeschleunigung sind weitere Stichwörter. Außerdem ist der Fahrplan auf seine Fahrbarkeit hin zu untersuchen. Ggf. ist dieser bei einzelnen Linien anzupassen, sind Wendezeiten zu verlängern und zusätzliche Kurse einzuplanen. Jedes Vierteljahr sollen Analyse und Vorschläge den politischen Gremien von Verwaltung und Verkehrsunternehmen vorgelegt werden.

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