Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Quantensprung

Die Bonner Grünen haben die Ankündigung der Verwaltungsspitze den Ratsbeschluss zur Nachhaltigkeitsstrategie jetzt zügig mit konkreten Projekten zu unterfüttern, begrüßt und sehen darin einen „Quantensprung“ für die Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt. Das Strategiepapier setzt ambitionierte Ziele für ein breites politisches Feld. Es geht beileibe nicht `nur´ um umweltpolitische Ziele, vielmehr reicht das Spektrum von Mobilität, Klima und Energie, Natürliche Ressourcen und Umwelt bis zu Arbeit und Wirtschaft, Gesellschaftliche Teilhabe, Gender sowie globale Verantwortung. Dass eine solche Zielsetzung nun die breite Unterstützung aus der politischen Mitte des Rates bekommen hat und zwar ohne einschränkende Präambeln und ähnlichem mehr, dafür haben wir in den letzten Wochen und Monaten viel gearbeitet und geworben. Darin sehen wir einen Quantensprung für diese Stadt. Die GRÜNEN verweisen in diesem Zusammenhang auch auf den Beschluss, die städtischen landwirtschaftlichen Flächen vorrangig ökologisch zu bewirtschaften. Dabei werden insbesondere das Meßdorfer Feld und die landwirtschaftlichen Flächen in der Siegaue berücksichtigt. Ökologische Landwirtschaft bedeutet umfangreichen Schutz unserer Böden, unseres Grundwassers, unserer Artenvielfalt undunseres Klimas. Eine ökologische Landwirtschaft stärkt die Widerstandsfähigkeit der Natur. Damit kann sie sich den wandelnden klimatischen Bedingungen, wie zum Beispiel dem vergangenen Hitzesommer, besser anpassen. Dass der gesellschaftliche Zuspruch für diesen Weg wachse, zeigt das aktuelle Volkbegehren zum Insektenschutz in Bayern. Ein weiterer Schritt ist der ebenfalls in der letzten Ratssitzung gefasst Beschluss, Biostadt zu werden. Der Beitritt zum Biostädte-Netzwerk ermöglicht uns, dringend notwendige Schritte in Richtung ökologischer Landwirtschaft, regionaler Wertschöpfung sowie der Förderung von Bio-Produkten zu erreichen. Er stärkt durch Austausch von Wissen und Kompetenzen die öffentliche Beschaffung von gesundem Bio-Essen für Kitas und Schulen. Jetzt kommt es darauf an, die beschlossenen Zielsetzungen in allen genannten Themenfeldern in  Maßnahmen umzumünzen. Dazu erwarten wir konkrete Beschlussvorschläge der Verwaltung. Und wir werden natürlich selbst weitere Anträge einbringen. Die Richtung stimmt, nun wollen wir die Schlagzahl für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie deutlich erhöhen.

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