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Bonn, 12. Dezember 2025
Mit deutlicher Kritik reagieren die Grünen im Bonner Stadtrat auf das Abstimmungsverhalten einer Mehrheit im Rat, keinen Förderantrag zur Sanierung des Frankenbades zu stellen. Damit wird aus Sicht der Grünen eine wichtige Chance vertan, dringend benötigte Bundesfördermittel für die Sanierung kommunaler Bäder zu sichern.
Kompromissvorschlag der Grünen findet keine Mehrheit
Die Grüne Ratsfraktion Bonn hatte im Stadtrat einen Kompromiss vorgeschlagen: Sowohl für das Ennertbad als auch für das Frankenbad sollten Förderanträge gestellt werden. Vorgesehen war ein zweistufiges Vorgehen: In einem ersten Schritt sollte die Förderung für den Ersatzneubau des Kombibades Ennertbad beantragt werden. In einem zweiten Schritt sollte der nächste Bundes-Förderaufruf zur Sanierung von Schwimmbädern genutzt werden, um auch für das Frankenbad finanzielle Unterstützung zu erhalten.
Ziel dieses Vorgehens war es, Bundesmittel für beide Bonner Bäder zu sichern und eine langfristige Perspektive für den Erhalt der städtischen Bäderlandschaft zu schaffen. Dieser Vorschlag fand im Rat jedoch keine Mehrheit.
Kritik an SPD: Sanierung des Frankenbades steht auf dem Spiel
Dr. Barbara Krausz, Grüne Stadtverordnete aus der Bonner Altstadt, erklärt:
„Die SPD hat sich offenbar von der Sanierung des Frankenbades verabschiedet. Dieser schnelle Haltungswechsel ist besonders bedauerlich, da mit der SPD bislang Mehrheiten für die Sanierung des Frankenbades möglich waren. Dass die Zukunft des Frankenbades nun auf der Kippe steht, ist für viele Bonnerinnen und Bonner eine schlechte Nachricht und ein deutlicher Einschnitt für ihr Lebensumfeld.“
Machbarkeitsstudie bestätigt Sanierungsfähigkeit des Frankenbades
Dabei zeigt eine vorliegende Machbarkeitsstudie, dass das Frankenbad nachhaltig, barrierefrei und denkmalgerecht saniert werden kann. Für die Grünen ist klar: Die Sanierung des Frankenbades ist fachlich möglich, sozial notwendig und stadtentwicklungspolitisch sinnvoll.
„Wir werden uns auch weiterhin mit Nachdruck für die Sanierung des Frankenbades und für eine verlässliche Finanzierung durch Fördermittel einsetzen“, so Krausz abschließend.
Foto: Von Hagmann