Unter dem Motto „Bildet Banden!“ kamen am letzten Samstag rund 40 Frauen im Frauenmuseum zusammen. Unsere frauen*politische Sprecherin Paula Meinhardt und Anne Tillmann, Koordinatorin des Arbeitskreis Feminismus, luden zu interaktiven Workshops rund um das Thema Feminismus aus verschiedensten Perspektiven ein.
Den Auftakt machte Julia Höller mit einer ganz persönlichen Einsicht in ihre Erfahrungen im Landtag und ihren Arbeits- und Familienalltag. Mit ermutigenden Worten rief auch sie dazu auf, sich dem Patriarchat gemeinsam stark entgegen zu stellen. Im Anschluss kamen die Teilnehmerinnen in Kleingruppen in inspirierender Umgebung zwischen Skulpturen und Installationen zeitgenössischer Künstlerinnen wie Rune Mields und Yoko Ono zusammen.

Es wurde sich über die besorgniserregenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt mit Wahlkampfhelferin Ute Hennig ausgetauscht und die Frage zur Gleichstellung bei der Wehrpflicht mit Carla Heinen und Friederike Caliebe intensiv diskutiert. In der nächsten Ecke wurden Ideen und Impulse zum Frauenstreik am 08. März 2027 und kommenden Aktionen mit Isabell Lisberg-Haag von ENOUGH! Bonn gesammelt. Neben Installationen zum Thema Femizid aus schwarzen Wäschefetzen, bestrumpften Plastikbeinen und pinken Handschuhen wurde mit Victoria Heßeler (Professorin für Recht in der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule in Köln) über das aktuelle Sexualstrafrecht und dessen Lücken gesprochen.
Neben Wandpaneelen von Yoko Ono lieferte Nora Teuma (UN Woman Deutschland) spannende Einblicke in feministische Entwicklungs- und Außenpolitik. Im Anschluss ließ jede Workshopgruppe die anderen Teilnehmerinnen an ihren Ergebnissen und Eindrücken teilnehmen. Gegenseitig gestärkt, neu vernetzt und voller empowernder Impulse streiften die Teilnehmerinnen zum Schluss noch durch die offenen Ateliers und Ausstellungsräume oder sonnten sich auf der Dachterrasse des Museums.