Kultur & Sport

Sport, Kultur und Begegnung für eine lebendige Stadt

Sport und Kultur machen Bonn lebendig. Sie bringen Menschen zusammen, stärken Körper und Seele, eröffnen neue Perspektiven, geben Raum für Kreativität, Debatte und gemeinsames Erleben. In Vereinen und Bädern, auf Bühnen und Plätzen, in Museen und Bibliotheken, Kulturzentren und freien Initiativen entsteht Zusammenhalt.

Wir wollen, dass alle Menschen am kulturellen Leben unserer Stadt teilhaben und selbst aktiv werden können. Dafür sichern wir vielfältige Angebote, stärken Vereine, freie Szene und entwickeln Orte barrierefrei, nachhaltig und verlässlich weiter.

Unsere Ziele

Wir wollen Sport und Kultur als gemeinsame öffentliche Infrastruktur stärken. Menschen sollen unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Behinderung teilnehmen und Angebote mitgestalten können. Dafür braucht Bonn verlässliche Förderung, gute Arbeitsbedingungen und bedarfsgerechte Räume. Hallen, Bäder, Bühnen, Museen, Bibliotheken, Feste und freie Angebote sollen zugänglich, nachhaltig und offen für neue Ideen sein.

Woran wir arbeiten

Sport hält gesund, stärkt Selbstvertrauen und bringt Menschen zusammen. Wir wollen, dass alle Bonner*innen passende Angebote finden – unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft, Behinderung, Geschlecht oder Leistungsniveau. Vereine und selbstorganisierte Gruppen sollen inklusive Angebote weiterentwickeln und Menschen mit Migrationsgeschichte an ihrer Gestaltung beteiligen. Rassismus und andere Formen der Ausgrenzung haben im Sport keinen Platz. Informationen über Vereine, Bewegungsflächen und Zugänge müssen leicht verständlich und gut auffindbar sein. Kinder und Jugendliche, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderung brauchen Möglichkeiten, die sie selbstbestimmt nutzen können. Bezahlbare Angebote und geeignete Unterstützung helfen dabei, dass aus Interesse auch tatsächliche Teilnahme wird. So wird Sport im Alltag erreichbar und stärkt den Zusammenhalt in der Stadt.

Sportvereine ermöglichen Training, Wettkampf, Gemeinschaft und Engagement. Diese Arbeit braucht Anerkennung und verlässliche Bedingungen. Wir wollen Fördermöglichkeiten verständlich gestalten, Vereine bei Anträgen, Veranstaltungen und baulichen Vorhaben beraten und den Zugang zu Räumen fair organisieren. Die Sportförderung soll nachvollziehbar sein und unterschiedliche Vereinsgrößen und Ausgangslagen berücksichtigen. Neue Vereine und Sportarten sollen ebenso eine Chance erhalten wie gewachsene Strukturen. Qualifizierung und möglichst unbürokratische Verfahren entlasten die vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen. Auch leistungsorientierter Sport gehört zu Bonn und kann Vorbilder schaffen. Städtische Unterstützung muss sich jedoch an verfügbaren Kapazitäten orientieren und darf den Breiten-, Schul- und Freizeitsport nicht verdrängen.

Viele Menschen treiben unabhängig von einem Verein Sport. Sie laufen, skaten, tanzen oder trainieren draußen und brauchen dafür wohnortnahe, frei zugängliche Orte. Wir wollen in allen Stadtteilen generationenübergreifende Bewegungsmöglichkeiten schaffen und bestehende Freiräume sichern. Sport und Bewegung müssen deshalb schon bei der Gestaltung von Vierteln und öffentlichen Räumen mitgedacht werden. Bei der Planung sollen Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Verbände und selbstorganisierte Gruppen ihre Erfahrungen einbringen. Bewegungsflächen müssen gut erreichbar, sicher und möglichst barrierefrei sein. Zugleich sind Natur, Stadtklima und Biodiversität zu schützen. So entstehen Orte, an denen Bewegung, Aufenthalt und Begegnung zusammenpassen, ohne jede freie Fläche auf eine einzige Nutzung festzulegen.

Schulen und Vereine brauchen ausreichend Hallenzeiten sowie sichere und zeitgemäße Sportanlagen. Wir wollen bestehende Gebäude gut erhalten, notwendige Kapazitäten bedarfsgerecht ausbauen und ihre Nutzung transparent organisieren. Regelmäßiger Unterhalt ist dabei ebenso wichtig wie große Neubau- oder Sanierungsvorhaben. Eine faire Belegung soll auch neuen Vereinen und Sportarten Zugänge eröffnen. Bei Sanierung und Neubau gehören Barrierefreiheit, geringer Energie- und Ressourcenverbrauch sowie eine gute Erreichbarkeit von Anfang an dazu. Auch Ausstattung und Sportgeräte sollen langlebig und möglichst umweltschonend beschafft werden. Nutzer*innen und Verbände sollen frühzeitig beteiligt werden. Auch der Leistungs- und Wettkampfsport braucht geeignete Anlagen, soweit die Kapazitäten dies erlauben. Vorrang bleibt eine Infrastruktur, die Schul-, Vereins- und Breitensport im Alltag zuverlässig trägt.

Öffentliche Bäder gehören zur kommunalen Daseinsvorsorge. Sie ermöglichen Kindern und Erwachsenen das Schwimmenlernen, sichern Schul- und Vereinssport und bieten Bewegung, Erholung und Abkühlung an heißen Tagen. Wir wollen in jedem Stadtbezirk ein funktionsfähiges Hallenbad und alle Bonner Freibäder erhalten. Die Bäder müssen unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: vom Lehrschwimmen über Training und Therapie bis zum freien Schwimmen. Entscheidungen über Sanierung und Weiterentwicklung sollen einer verlässlichen gesamtstädtischen Planung folgen, damit Standorte und Nutzer*innengruppen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Schulen, Vereine und Öffentlichkeit brauchen planbare Wasserzeiten; Eintrittspreise müssen soziale Teilhabe ermöglichen. Barrierefreiheit, niedriger Energieverbrauch und ein wirtschaftlich tragfähiger Betrieb sind gemeinsam zu berücksichtigen. So bleibt eine vielfältige Bäderlandschaft für Menschen in allen Teilen Bonns erreichbar.

Bonn ist Beethovenstadt und zugleich Heimat vieler musikalischer Szenen. Klassik, Jazz, Rock, Pop, Punk, Rap und weitere Stile gehören gleichermaßen zu einer lebendigen Musikstadt. Wir wollen diese Breite sichern und neue Zugänge zum Publikum eröffnen. Das Beethoven Orchester und das Beethovenfest prägen Bonn international; zugleich brauchen freie, junge und studentische Musiker*innen Aufmerksamkeit und Förderung. Musik soll in Konzertsälen ebenso stattfinden wie in Schulen, Kitas, Stadtteilen und im öffentlichen Raum. Junge Musiker*innen brauchen Proben- und Auftrittsmöglichkeiten, Beratung und Wege zur Professionalisierung. Städtische Einrichtungen, Festivals und freie Gruppen können durch Kooperationen mehr Menschen erreichen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Wo Musik draußen stattfindet, braucht es einen fairen Ausgleich zwischen Kulturschaffenden, Publikum und Anwohner*innen.

Theater schafft Erfahrungen, die berühren, irritieren und den Blick auf die Gesellschaft verändern können. Bonn braucht dafür das Theater Bonn ebenso wie freie Bühnen sowie Kinder- und Jugendtheater. Wir wollen künstlerische Vielfalt und Zusammenarbeit stärken und mehr Menschen am Theaterleben beteiligen. Mobile Produktionen, Vermittlung und partizipative Formate bringen Aufführungen in Schulen und Stadtteile und öffnen den Theateralltag für neue Perspektiven. Kinder und Jugendliche sollen Theater nicht nur als Publikum erleben, sondern selbst gestalten können. Barrierearme Zugänge, verständliche Informationen und sozial ausgewogene Preise helfen, ein breiteres Publikum zu erreichen. Gute Arbeitsbedingungen und verlässliche Rahmenbedingungen sichern die Qualität.

Theater, Konzertsäle und andere Kulturorte brauchen Gebäude, die sicher, barrierefrei und dauerhaft bezahlbar zu betreiben sind. Wir wollen notwendige Sanierungen vorausschauend planen, Prioritäten nachvollziehbar machen und Einrichtungen verlässlich einbeziehen. Belastbare Bestandsanalysen und eine sorgfältige Raumbedarfsplanung schaffen dafür eine gemeinsame Grundlage. Das gilt für städtische Häuser ebenso wie für kleinere freie und private Träger. Nachhaltigkeit umfasst neben Energie und Baustoffen auch Produktionen, Mobilität, Beschaffung und den sparsamen Umgang mit Ressourcen. Eine gemeinsame Strategie soll Einrichtungen beim Umbau ihrer Arbeitsweise unterstützen, ohne kulturelle Vielfalt einzuschränken. Beratung und ein guter Zugang zu Förderprogrammen sollen die Umstellung erleichtern. So verbinden wir den Erhalt vielfältiger Angebote mit Klimaschutz und verantwortbarem Betrieb.

Museen und Orte der Bildenden Kunst bewahren Werke und stellen Fragen an Gegenwart und Zukunft. Wir wollen sie als offene Lern-, Begegnungs- und Diskursorte stärken. Ausstellungen, Vermittlung und digitale Zugänge sollen unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Menschen ansprechen, die solche Einrichtungen bisher selten besuchen. Sammlungen müssen fachgerecht bewahrt und zugleich zeitgemäß zugänglich gemacht werden. Das städtische Kunstmuseum gehört ebenso zu dieser Landschaft wie das Frauenmuseum, Kunstvereine, Galerien und freie Initiativen in den Stadtteilen. Kooperationen zwischen Kunst, Musik, Literatur, Film, Wissenschaft und Stadtgesellschaft können neue Zugänge schaffen. Öffentliche Förderung soll künstlerische Freiheit ermöglichen und sowohl städtische Einrichtungen als auch unabhängige Orte im Blick behalten.

Erinnerungskultur hilft, Bonns Geschichte zu verstehen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen. Stadtarchiv, Stadtmuseum, Gedenkstätten und Sammlungen bewahren Wissen über Nationalsozialismus, Demokratie, Migration, Exil und die Entwicklung unserer Stadt. Wir wollen diese Orte zugänglich, einladend und als lebendige Lernorte gestalten. Historische Bestände müssen fachgerecht gesichert, erschlossen und zeitgemäß vermittelt werden. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven gehören dabei sichtbar zur Stadtgeschichte. Authentische Orte und persönliche Zeugnisse machen erfahrbar, welche Folgen Ausgrenzung und Entrechtung haben. Kooperationen mit Schulen, Universität, Initiativen und weiteren Museen können mehr Menschen erreichen. Eine starke Erinnerungskultur fördert Zivilcourage und stärkt die Fähigkeit, antisemitischen, rassistischen und anderen Angriffen auf die Demokratie entgegenzutreten.

Kulturelle Bildung eröffnet Menschen in jedem Alter neue Ausdrucksformen und Zugänge zu Wissen. Musikschule, Volkshochschule, Bibliotheken und freie Träger vermitteln Sprache, Literatur, Kunst, Tanz, Musik, Medienkompetenz und politische Bildung. Wir wollen ihre Angebote in den Stadtteilen erhalten und für unterschiedliche Lebenslagen zugänglich machen. Bibliotheken sind mehr als Ausleihorte: Sie bieten Lernplätze, Beratung, Kulturprogramme und Raum ohne Konsumzwang. Verlässliche und an den Bedürfnissen der Nutzer*innen orientierte Öffnungszeiten stärken diese Rolle. Leseförderung und eine lebendige Literaturkultur helfen Kindern und Erwachsenen, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Lehrende und freie Fachkräfte brauchen faire soziale und finanzielle Bedingungen. Kooperationen mit Schulen, Universität, Studierendenschaft und Kulturinstitutionen verbinden Lernen, Kreativität und Begegnung.

Freie Theater, Musikinitiativen, Clubs, Ateliers und studentische Kultur geben neuen Ideen Raum und machen Bonn vielfältig. Viele arbeiten projektbezogen, mit unsicheren Einnahmen und ohne eigene Flächen. Wir wollen institutionelle und projektbezogene Förderung verlässlich, zugänglich und möglichst unbürokratisch gestalten. Mehrjährige Perspektiven können dort Planung ermöglichen, wo einzelne Projekte allein keine tragfähige Grundlage schaffen. Beratung, Fortbildung und Unterstützung beim Zugang zu Fördermitteln können kleine Strukturen entlasten. Städtische Häuser sollen sich für Kooperationen öffnen. Zugleich braucht die freie Szene bezahlbare Proben-, Produktions- und Veranstaltungsräume. Geeignete Leerstände können zeitweise kulturell genutzt werden. Subkultur verdient Anerkennung und Freiraum, auch wenn sie experimentiert, Reibung erzeugt und nicht auf große Reichweite zielt.

Pützchens Markt, Rhein in Flammen, Karneval und viele Feste in den Stadtteilen schaffen gemeinsame Erlebnisse und gehören zu Bonn. Sie sollen offen, sicher und möglichst barrierefrei sein. Gute Wege, verständliche Informationen und ausreichend zugängliche Toiletten erleichtern die Teilnahme. Niedrigschwellige Hilfsangebote gegen Belästigung und Übergriffe wollen wir stärken. Veranstaltende sollen Energie, Abfall, Anreise und Verpflegung umweltfreundlicher organisieren können. Bei Rhein in Flammen setzen wir uns für emissionsärmere Alternativen zum Feuerwerk ein, die Umwelt und Gesundheit besser schützen. Tradition und Veränderung gehören dabei zusammen: Der besondere Charakter eines Festes kann erhalten bleiben, während seine Organisation zeitgemäßer wird. Eine verlässliche Zusammenarbeit von Veranstaltenden, Verwaltung, Rettungsdiensten, Initiativen und Anwohner*innen schafft Feste, bei denen unterschiedliche Menschen willkommen sind und gemeinsam feiern können.

Aktuelles

Alle Beiträge ansehen

Mitmachen und Kontakt

Du willst dich für Kultur, Sport und ein lebendiges Bonn einsetzen?

Wenn du dich für vielfältige Kultur, starke Vereine und gute Orte für Bewegung und Begegnung engagieren oder eine Frage stellen möchtest, findest du über unsere Arbeitskreise, die Mitmach-Seite und die Kontaktseite den passenden nächsten Schritt. Weitere politische Themen findest du in der Themenübersicht.