Internationale Begegnungsstätte

 Der Ausschuss für Internationales und Wissenschaft der Stadt Bonn hat in seiner letzten Sitzung mit deutlicher Mehrheit die Erhaltung der Internationalen Begegnungsstätte (IB) beschlossen. Für den Antrag der Grünen Fraktion stimmten 12 Mitglieder von SPD, Grüne, Linke, Piraten, BBB. Die Fraktionen der CDU und FDP mit ihren 8 Stimmen dagegen. Die AFB enthielt sich.Die Beschlussvorlage der Verwaltung, die eine Schließung der Internationalen Begegnungsstätte vorsah, wurde damit abgelehnt. „Der Vorschlag der Verwaltung, die IB am jetzigen Standort Quantiusstraße zu schließen, ist unakzeptabel. Die IB leistet richtig gute Arbeit und erfährt daher spürbare Unterstützung aus einem weiten Spektrum der Bonner Gesellschaft und der zahlreich kooperierenden Institutionen.“, so Rene El Saman, Sprecher der Grünen Ratsfraktion für Internationales und Wissenschaft.  „Sie leistet für die hauptsächliche Zielgruppe der MigrantInnen jährlich über 15 000 Beratungen, in idealer Atmosphäre, nah am Menschen, ohne Bürokratie. Im Gegensatz dazu wird das Ausländeramt von Menschen, insbesondere Flüchtlingen aus autoritären Regimen als Beratungsort oft nicht angenommen. Hier und an anderen Stellen zeigt sich, dass die Verwaltung ihren Vorschlag ausgearbeitet hat, ohne die Nutzerinnen und Nutzer zu befragen.“ „Mit dem beschlossenen Antrag wird die IB erhalten und die überfällige Wiederbesetzung der Leitungsstelle gefordert, denn derzeit müssen die MitarbeiterInnen der IB mehr Beratungsaufkommen mit weniger Personal stemmen. Wenn der Hauptausschuss im Juni den Fachausschüssen folgt, dann können die NutzerInnen, insbesondere die ratsuchenden Migranten und für die Integrationsarbeit wichtigen Vereine, endlich aufatmen, “ erläutert das Mitglied im Jugendhilfeausschuss Felicitas Nacaroglu. „Der im AIW- Ausschuss beschlossene Antrag ist gegenüber dem SPD-Antrag, welcher am Mittwoch schon im Jugendhilfeausschuss mit Mehrheit beschlossenen wurde, der weitergehende. Denn er sieht bei der Erstellung eines optimierten Konzeptes durch die Verwaltung eine Beteiligung seitens der IB vor. Außerdem fordert die Fraktion von B90/ Die Grünen, die Programmplanungen der IB für die Sommerferien und das zweite Halbjahr zu gewährleisten,“ ergänzt die Jugendpolitische Sprecherin Doro Schmitz. Stadtverordneter Rene El Saman betont: „In Zeiten, wo Menschen wegen ihrer Herkunft mit Misstrauen begegnet wird und sie mit Terror oder Kriminalität in Verbindung gebracht werden, und wo Parteien am rechten Rand erstarken, können wir auf die IB nicht verzichten. Denn wir brauchen diesen Ort der Begegnung, wo Gruppen ganz unterschiedlicher Kulturen ein echtes Miteinander pflegen.“

 

Veröffentlicht am 3. Mai 2016 um 00:00 Uhr.