Grüne kritisieren den Oberbürgermeister: „Bäder schützen! Die Bonnerinnen und Bonner brauchen Abkühlung und kein Infragestellen von Schwimmbädern.“

Bonn, 29. Juni 2026 – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bonn kritisiert die von Oberbürgermeister Guido Déus vorgelegte Fortschreibung des Bäderkonzepts scharf. Statt Planungssicherheit für die Bonner Bäderlandschaft zu schaffen, sorge die Beschlussvorlage für maximale Verunsicherung bei Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen. Ausgerechnet während einer Hitzewelle, die nur einen ersten Eindruck auf die sich verschärfende Klimakrise gibt, werde die Zukunft wichtiger Orte der Abkühlung infrage gestellt.

Dr. Julia Höller, MdL: „Wenn die Polizei ein Vielfaches an Todesfällen meldet, die Feuerwehr Bonn dazu aufruft ins Schwimmbad zu gehen und ganz Bonn unter Hitze leidet, müsste der Oberbürgermeister Lösungen vorlegen, die Bonn auf immer heißere Sommer vorbereiten. Bäder sind keine Luxusangebote, sondern für viele Menschen der einzige bezahlbare Rückzugsort vor der Hitze.“

Die Grünen kritisieren zudem das Vorgehen des Oberbürgermeisters. Die Verwaltung stoppe Planungen, kündige unsichere Nachnutzungskonzepte an und stelle bestehende Standorte infrage, ohne tragfähige Perspektiven vorzulegen. Es drohen Hängepartien, die zu plötzlichen Schließungen und Bauruinen führen können. Neben dem Thema „Zukunft Bonner Bühnen“, ist die Bäderlandschaft nun das zweite große Thema, wo der Oberbürgermeister einen Beschluss präsentiert, ohne dieses zuvor mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich vor Ort engagieren, abzustimmen.

Dr. Daniel Rutte, Fraktionsvorsitzender: „Ein solcher Politikstil, bei dem Entscheidungen hinter verschlossenen Türen vorbereitet werden, ist nicht der richtige Weg die zweifelsohne notwendigen Einsparungen bei der städtischen Infrastruktur zu erreichen. Ein vergleichbares Vorgehen haben wir bereits bei der Diskussion um die Bonner Bühnen erlebt. Die Prioritätensetzung der Ratskooperation aus CDU, SPD und FDP, Geld in kostenlosen Schwimmbadeintritt einzusetzen, anstatt in den dauerhaften Erhalt der Bäder zu investieren ist einfach falsch.“

Die Grünen kündigen an, in den kommenden Wochen mit Fördervereinen, Initiativen, Sportvereinen und Bürgerinnen und Bürgern in gemeinsamen Gesprächen nach besseren Antworten zu suchen.

Dr. Daniel Rutte, Fraktionsvorsitzender: „Dass aus dem Büro des Oberbürgermeisters die nächsten Jahre keine ernsthaften Bemühungen zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu erwarten sind, ist mittlerweile klar – also sorgen wir jetzt dafür, dass ihre Stimmen gehört werden! Daher laden wir alle Interessierten herzlich zu unserem Webinar am kommenden Mittwoch, 1. Juli um 20 Uhr ein.“

Wir veranstalten dazu am 01. Juli 2026 ein Webinar, in dem wir die aktuellen Entwicklungen einordnen, die Auswirkungen auf die Bonner Bäderlandschaft erläutern und eure Fragen beantworten. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Beschlussvorlage, sprechen über die Folgen für Sport, Schulen, Vereine und Familien und diskutieren mögliche Alternativen.

Veröffentlicht am 30. Juni 2026 um 11:58 Uhr.